HK a4 · Prüfungsvorbereitung

Prüfungsfragen mit Copilot-Feedback

Die meisten Aufgaben beziehen sich auf dieselbe Praxissituation, Aufgabe 6 auf eine eigene Situation. Ankreuzfragen prüfen sich selbst, offene Fragen gehen an Copilot.

In der Kita Selnau betreut die lernende FaBe Livia Meier (1. Lehrjahr) unter anderem den vierjährigen Noah. Weil Noah am Nachmittag oft übermüdet wirkt, hat Livia am Vortag einen kurzen Infozettel an Noahs Garderobenhaken gehängt, auf dem sie den Eltern empfiehlt, ihn abends früher schlafen zu legen. Sie hat den Zettel ohne persönliches Gespräch aufgehängt. Am nächsten Morgen steht Herr Peter, Noahs Vater, mit verschränkten Armen vor Livia, spricht mit knapper, angespannter Stimme und sagt: «Ich habe Ihren Zettel gelesen. Aber wir wissen selber, wie wir das mit dem Schlafen regeln.» Dabei weicht er Livias Blick aus. In der Teambesprechung am Mittag spricht Livia mündlich mit ihrer Kollegin Fatima über die Situation; die beiden stellen sich gegenseitig Rückfragen und einigen sich gemeinsam auf ein weiteres Vorgehen. Am Nachmittag beobachtet Livia auf dem Spielplatz, wie der kleine Elias zu Noah sagt: «Klar, ich will mit dir spielen.» Dabei weicht er einen Schritt zurück, verschränkt die Arme vor der Brust und nimmt keinen Blickkontakt zu Noah auf.
Wählen Sie oben eine Aufgabe aus.
Leistungsziel a4.4.1: Ein-Weg- und Zwei-Weg-Kommunikation unterscheiden, Bedeutung der Rückmeldung erklären (K2)
Auf den Zettel erhält Livia von Herrn Peter zunächst keine Rückmeldung. In der Teambesprechung am Mittag spricht sie dagegen mündlich mit ihrer Kollegin Fatima über die Situation; die beiden stellen sich gegenseitig Rückfragen und einigen sich gemeinsam auf ein weiteres Vorgehen.
a) Unterscheiden Sie Ein-Weg- und Zwei-Weg-Kommunikation anhand von je einem Beispiel aus der Situation und begründen Sie Ihre Zuordnung. 2 P.
Ein-Weg-Kommunikation (Beispiel und Begründung) Zwei-Weg-Kommunikation (Beispiel und Begründung)
b) Erklären Sie die Bedeutung der Rückmeldung in der Kommunikation. 1 P.
c) Formulieren Sie einen Vorschlag, wie Livia den Infozettel künftig so gestalten könnte, dass daraus eine Zwei-Weg-Kommunikation entsteht. 2 P.
Leistungsziel a4.4.1: Verbale, paraverbale und nonverbale Ausdrucksformen an Gesprächssituationen unterscheiden (K2)
Herr Peter sagt: «Ich habe Ihren Zettel gelesen. Aber wir wissen selber, wie wir das mit dem Schlafen regeln.» Dabei spricht er mit knapper, angespannter Stimme, verschränkt die Arme und weicht Livias Blick aus.
a) Ordnen Sie die folgenden Beobachtungen der passenden Ausdrucksform zu. 1.5 P.
(prüft sich selbst, kein Copilot nötig)
1. «Ich habe Ihren Zettel gelesen. Aber wir wissen selber, wie wir das mit dem Schlafen regeln.»
✗ Richtig wäre: Verbal, denn es handelt sich um den Inhalt der gesprochenen Worte selbst.
✓ Richtig!
2. Knappe, angespannte Stimme.
✗ Richtig wäre: Paraverbal, denn es geht um die Art und Weise des Sprechens, nicht um den Inhalt.
✓ Richtig!
3. Verschränkte Arme, ausweichender Blick.
✗ Richtig wäre: Nonverbal, denn es handelt sich um Körpersprache.
✓ Richtig!
b) Unterscheiden Sie anhand dieser drei Beispiele, wodurch sich verbale, paraverbale und nonverbale Ausdrucksformen jeweils auszeichnen. 3 P.
Verbal Paraverbal Nonverbal
Leistungsziel a4.4.1: Wirkung nonverbaler Signale und Bedeutung kongruenter Kommunikation erklären (K2)
Auf dem Spielplatz sagt Elias zu Noah: «Klar, ich will mit dir spielen.» Dabei weicht er einen Schritt zurück, verschränkt die Arme vor der Brust und nimmt keinen Blickkontakt zu Noah auf.
a) Erklären Sie anhand dieses Beispiels, welche Wirkung nonverbale Signale auf eine Kommunikationssituation haben können. 1 P.
b) Erklären Sie den Begriff der kongruenten Kommunikation und beurteilen Sie, ob Elias' Aussage kongruent ist. 2 P.
Begriff kongruente Kommunikation Beurteilung mit Begründung
c) Formulieren Sie, wie Livia in dieser Situation reagieren könnte, um der nonverbalen Botschaft von Elias gerecht zu werden. 2 P.
Leistungsziel a4.4.1: Vier Seiten einer Nachricht nach Schulz von Thun an Aussagen aus dem Betreuungsalltag benennen (K2)
Herr Peter sagt: «Ich habe Ihren Zettel gelesen. Aber wir wissen selber, wie wir das mit dem Schlafen regeln.»
a) Benennen Sie die vier Seiten einer Nachricht nach Schulz von Thun. 2 P.
(prüft sich selbst, kein Copilot nötig)
Seite 1 Seite 2 Seite 3 Seite 4
Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehung, Appell.
b) Formulieren Sie zu jeder der vier Seiten, was in Herrn Peters Aussage mitschwingen könnte. 4 P.
Sachebene Selbstkundgabe Beziehungsebene Appell
Leistungsziel a4.4.1: Vier-Ohren-Modell anwenden, Stärken und Schwächen der vier Ohren einschätzen (K2)
Herr Peter sagt: «Ich habe Ihren Zettel gelesen. Aber wir wissen selber, wie wir das mit dem Schlafen regeln.»
a) Formulieren Sie zu jedem der vier Ohren, was Livia hören könnte, wenn sie Herrn Peters Aussage ausschliesslich mit diesem Ohr hören würde. 4 P.
Sachohr Selbstkundgabeohr Beziehungsohr Appellohr
b) Formulieren Sie, mit welchem Ohr Livia in dieser Situation am ehesten reagieren sollte, und begründen Sie Ihre Wahl. 2 P.
c) Nennen Sie je eine Stärke und eine Schwäche des Sachohrs. 1 P.
Stärke Schwäche
d) Erklären Sie, in welchen Situationen das Beziehungsohr eher ungünstig ist. 1 P.
Leistungsziel a4.1.2: fünf Frageformen unterscheiden und ihre Wirkung für Praxisgespräche einschätzen (K2)
Dario wird im Streit um das Bastelset laut. Malin möchte im Gespräch mit ihm herausfinden, was genau vorgefallen ist.
a) Nennen Sie vier der fünf Frageformen, die im Unterricht unterschieden wurden. 2 P.
(prüft sich selbst, kein Copilot nötig)
Frageform 1 Frageform 2 Frageform 3 Frageform 4
Offene Frage, geschlossene Frage, Mehrfachfrage, Warum-Frage, Suggestivfrage (vier davon genügen).
b) Formulieren Sie zwei Fragen, die Malin Dario stellen könnte: eine offene Frage sowie eine Suggestivfrage, die sie im Gespräch besser vermeiden sollte. 4 P.
Offene Frage Suggestivfrage, die vermieden werden sollte
c) Begründen Sie, weshalb sich eine offene Frage für dieses Gespräch besser eignet als eine geschlossene Frage. 2 P.
d) Kreuzen Sie an, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind. 2 P.
(prüft sich selbst, kein Copilot nötig)
1. Suggestivfragen legen der befragten Person bereits eine Antwort nahe.
Richtig wäre: Richtig, eine Suggestivfrage schlägt bereits eine Antwort vor.
Richtig!
2. Geschlossene Fragen eignen sich besonders gut, um ein Gespräch zu öffnen und viel zu erfahren.
Richtig wäre: Falsch, dafür eignen sich offene Fragen besser.
Richtig!
3. Mehrfachfragen stellen mehrere Fragen gleichzeitig, was die Antwort erschweren kann.
Richtig wäre: Richtig, die befragte Person weiss oft nicht, welche Frage sie zuerst beantworten soll.
Richtig!
4. Warum-Fragen können bei Kindern manchmal wie ein Vorwurf wirken.
Richtig wäre: Richtig, deshalb wird ihr Einsatz gerade bei Kindern gut abgewogen.
Richtig!
Leistungsziel a4.1.2: die vier Techniken des aktiven Zuhörens (Aufmerksamkeit schenken, Paraphrasieren, Verbalisieren, Nachfragen) in Gesprächssituationen anwenden (K2)
Herr Peter sagt zu Livia: «Ich habe Ihren Zettel gelesen. Aber wir wissen selber, wie wir das mit dem Schlafen regeln.» Dabei spricht er mit knapper, angespannter Stimme und weicht ihrem Blick aus.
a) Erklären Sie den Unterschied zwischen Paraphrasieren und Verbalisieren. 2 P.
(prüft sich selbst, kein Copilot nötig)
Paraphrasieren Verbalisieren
Paraphrasieren: den Sachinhalt einer Aussage in eigenen Worten wiedergeben, um zu prüfen, ob man richtig verstanden hat. Verbalisieren: die vermuteten Gefühle des Gegenübers in Worte fassen, um Verständnis und Empathie zu zeigen.
b) Kreuzen Sie an, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind. 2 P.
(prüft sich selbst, kein Copilot nötig)
1. Paraphrasieren gibt den Sachinhalt einer Aussage in eigenen Worten wieder.
Richtig wäre: Richtig, genau das ist der Zweck des Paraphrasierens.
Richtig!
2. Verbalisieren bezieht sich ausschliesslich auf den Sachinhalt einer Aussage, nicht auf Gefühle.
Richtig wäre: Falsch, Verbalisieren spricht gerade die vermuteten Gefühle an.
Richtig!
3. Paraphrasieren kann bei einem verbalen Angriff helfen, Zeit zu gewinnen.
Richtig wäre: Richtig, es verschafft beiden Seiten einen Moment, bevor man weiterspricht.
Richtig!
4. Verbalisieren bedeutet, dem Gegenüber eine Lösung für sein Problem vorzuschlagen.
Richtig wäre: Falsch, es geht darum, die vermuteten Gefühle zu spiegeln, nicht eine Lösung zu liefern.
Richtig!
c) Formulieren Sie zu Herrn Peters Aussage eine paraphrasierende Antwort. 2 P.
d) Formulieren Sie zur selben Aussage eine verbalisierende Antwort. 2 P.